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Trinkwasser - welches und wieviel?

Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers, bis zu 75% unserer Gesamtkörpermasse besteht aus Wasser. Um unseren Organismus gesund zu erhalten, ist es wichtig, die Wasserbilanz unseres Körpers konstant zu halten, das heißt, wir sollten täglich ca. 2,5 Liter Wasser in Form von Essen und Trinken zu uns nehmen, bei körperlicher Aktivität sogar mehr.

Doch welches Wasser ist das Bessere? Aus der Flasche oder aus der Leitung?

Trinkwasser - das solltest du wissen - fair4world

Wieviel Wasser sollte ich täglich trinken?

Durch Schwitzen und Ausscheidung verliert der menschliche Körper täglich ca. 2,5 Liter Wasser. Diesen Wasserverlust müssen wir unserem Körper täglich wieder zuführen. Bei sportlicher Aktivität erhöht sich dieser Bedarf um ca. 0,5 - 1 Liter.  Und das ist wirklich wichtig, denn nur ein konstanter Wassergehalt kann eine ausreichende Nährstoffversorgung unserer Zellen gewährleisten und Schadstoffe entsprechend abtransportieren.

Beachte:

Unser Wasserbedarf  muss nicht ausschließlich über das Trinken gedeckt werden, denn ca. 1 Liter Flüssigkeit nehmen wir täglich bereits über unsere Nahrung auf.

Trinken wir zuviel, wird der Überschuss einfach wieder ausgeschieden und ist somit für unseren  Körper nicht nutzbar. Da auch nur eine begrenzte Ausscheidung von Flüssigkeit möglich ist, sollten wir einen übermäßigen Flüssigkeitskonsum auf einmal ebenfalls meiden.

Faustregel:

mindestens 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht solltest du täglich trinken!

Vorzugsweise sollten 2/3  der täglichen Ration bis zum frühen Nachmittag zu sich zu genommen werden, somit unterstützen wir unseren Körper beim Abtransport der Schlacken- bzw. Giftstoffe.

 

Welches Wasser sollte ich trinken?

Stilles Wasser ohne Zusätze ist optimal und  liefert dem Körper keine zusätzlichen Kalorien. Für Abwechslung kannst du das Wasser einfach mit verschiedenen Früchten, wie z. B. Beeren, Zitronen- oder Apfelsinenscheiben sowie Ingwer, Kräutern und Ähnlichem aufpeppen. Schmeckt richtig erfrischend und sorgt für eine extra Portion Vitamine.

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Ist Wasser aus der Flasche gesünder als Leitungswasser?

Mit Wasser verdienen Konzerne richtig viel Geld, zudem belasten sie unsere Umwelt und verschwenden viel Energie. Doch woher stammt eigentlich das Wasser aus der Flasche? Lohnt sich das Kistenschleppen?

Was verbirgt sich hinter:

- Quell- und Mineralwasser

- Tafelwasser

- Leitungswasser

Laut der Mineral- und Tafelwasserverordnung darf ein Hersteller sein Produkt erst "Mineralwasser" nennen, sofern das Wasser aus Quellen oder unterirdischen Wasservorkommen stammt und die festgelegten, mikrobiologischen Grenzwerte nicht überschreitet. 

Die Definiton von "Tafelwasser" entspricht eher der von einfachem Trinkwasser - es kann sich sogar um Leitungswasser handeln und aus verschiedenen Wassern zusammengemischt sein.

Trinkwasser aus der Leitung ist hierzulande kein Kläranlagenwasser! Hier handelt es sich um ein weit verbreitetes Missverständnis. Abwasser wird von den Kläranlagen gereinigt und dann wieder in den natürlichen Wasserkreislauf geleitet. 

Unser Trinkwasser stammt zu über 70% direkt aus Quellen oder Grundwasser, das in Deutschland meist eine sehr gute Qualität hat. Weitere Quellen sind Seen, Talsperren und Flüsse.

Hierzulande werden das Trinkwasser aus der Leitung, als auch aus der Flasche streng kontrolliert. Laut den Richtlinien der deutschen Trinkwasserverordnung dürfen im Trinkwasser keine Krankheitserreger oder andere Substanzen in gesundheitsschädigender Konzentration enthalten sein. Allerdings gibt es Qualitätsunterschiede, je nach Wohnort. Die Wasserversorger garantieren  das einwandfreie Leitungswasser bis zum Hausanschluss, dann haftet der Hauseigentümer für die Qualität seiner Wasserrohre.  Veraltete Installationen könnten die Ursache sein, wenn zuviel Kupfer, Nickel und Cadmium im Wasser enthalten ist. Ist das Wasser mehrere Stunden in der Leitung gestanden, ist es empfehlenswert, dieses erst mal ablaufen zu lassen. So trinkt man nur frisches Wasser.

Wer genau wissen möchte, welche Substanzen in seinem Leitungswasser enthalten sind, der kann bei seinem Wasserversorger (ist in der Regel über Internet möglich) und beim zuständigen Gesundheitsamt eine Anfrage zur Wasserqualität stellen.

 

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