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Oh Tannenbaum - wie giftig sind deine (Nadel) Blätter

Feierlich geschmückt dekorieren sie unsere Wohnzimmer während der Weihnachtszeit  - allein in Deutschland wurden 2017 etwa 29,5 Millionen Weihnachtsbäume verkauft, knapp 2,4 Millionen davon wurden importiert.  Für viele Umweltbewusste ein Dilemma - doch gibt es den perfekten Christbaum?


Deutschlands Plantagen für den Weihnachtsbaum

30-50.000 Hektar Anbauflächen werden benötigt, davon befinden sich in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und im Sauerland die größten Plantagen - ca 2 Drittel der Bäume werden allein hier produziert. Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass wir der Natur etwas Gutes tun, glaubt man den Experten, bindet 1 Hektar Weihnachtsbaumkultur 145 t Kohlendioxid, 300 t Staubpartikel und sorgt für 100t Sauerstoff. Würde man die Bäume stehen lassen, könnte sich im Laufe der Zeit ein prächtiger Wald entwickeln, doch je nach Wuchs und Größe werden die Bäumchen alle 8-12 Jahre gefällt.

Glyphosateinsatz für unseren Weihnachtsbaum

Natürlich benötigen diese Nadelbäume auch intensive Pflege, regelmäßige Düngung und der Einsatz von Totalherbiziden sind keine Seltenheit. Schließlich müssen Unkräuter und Schädlinge wie Milben und Läuse bekämpft und etwaigen Pilzbefall wie u.a. Hallimasch vorgebeugt werden.  Der Ertrag und der Preis müssen stimmen, damit die Bäumchen makellos in unserem Wohnzimmern glänzen können.

Gesunde Alternativen

Wer dennoch auf seinen Weihnachtsbaum nicht verzichten möchte, dem bieten sich nachfolgende Möglichkeiten:

  • kauf deinen Baum direkt bei regionalen landwirtshaftlichen Bio-Betrieben
  • kauf einen Baum im Topf, den kannst du nach den Festtagen in deinen Garten setzen
  • miete einen Baum für die Festtage - verschlingt weniger Nutzfläche, die stattdessen z. B. für den Gemüse- oder Getreideanbau genutzt werden könnten.

Ein Plastikbaum (meist aus China) ist die schlechtere Alternative mit der schlechteren Ökobilanz, es sei denn, der Plastikbaum bleibt euch mindestens 20 Jahre erhalten.

Warum überhaupt einen Christbaum - Historie

Überlieferungen zu Folge wurde der erste Weihnachtsbaum 1419 von der Freiburger Bäckerschaft aufgestellt, festlich geschmückt mit Früchten und Nüssen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war es im Elsass Brauch, einen mit Früchten und Nüssen geschmückten Baum während der Weihnachtszeit aufzustellen. 1730 wurde der geschmückte Baum mit Kerzen ergänzt.  Die katholische Kirche begrüßte diesen Brauch zunächst nicht, da die Weihnachtskrippe als aussagekräftiges Symbol für die Weihnachtszeit stand.

1785 wurde der erste Weihnachtsbaum in Berlin aufgestellt, 1816 folgte Wien und letztendlich 1891 das "Weiße Haus".

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