Silvester 2017/2018 - Umweltbilanz

Die Partystimmung der einen ist der Albtraum der anderen! 137 Millionen Euro für ein feuchtfröhliches Feuerwerk, das mehr Feinstaub verursachte als der tägliche Straßenverkehr. Neben Brandschäden wurden völlig unverständlich Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit Böllern attackiert, Kinder wurden verletzt und  Tiere gerieten in Panik.


Feinstaub an Silvester

Rund 5.000 Tonnen Feinstaub werden hierzulande zum Jahreswechsel frei gesetzt, dies entspricht ca. 17 Prozent der jährlichen Feinstaubmenge des gesamten Straßenverkehrs. In einigen Städten ist die Konzentration höher als sonst im gesamten Jahr.

Müll an Silvester

Neujahrsbeginn - die Straßen gleichen einem Schlachtfeld. Straßenreinigung und Müllentsorgung sind im Dauereinsatz - Raketen und Böllerverpackungen sowie zerbrochene Sektflaschen prägen das Straßenbild - ca. 50 Tonnen Müll allein in München.

Feuerwerksraketen beinhalten neben Aluminium und Plastikanteilen auch Oxidationsmittel. Ein Rot- oder Grünfeuer z. B. beinhaltet

  • 75g Strontiumnitrat
  • 2,7g Holzkohlepulver
  • 32g Schwefelblüte
  • 63g Kaliumchlorat

Lärm durch Silvesterballerei

Die Ballerei ist für unsere Tiere zuhause, in den Ställen, in den Zoos und in der Natur ein Albtraum. Sie geraten in Panik, laufen davon und verlieren jegliche Orientierung. So sind laut Tasso e.V. im vergangenen Jahr über 1.000 Vierbeiner in Panik entlaufen, die alleine nicht mehr nach Hause gefunden haben. Auch Vögel versuchen diesem Szenario zu entkommen und fliegen meist sehr hoch, was wiederum eine extrem hohe Energieverbrennung nach sich zieht, die manche Vögel nicht überleben. Rehe, Pferde usw.  laufen wild umher und gelangen dadurch nicht selten auf die Straße und verunglücken. Tiere im Winterschlaf wie z.B. Igel werden gestört und erleiden dadurch einen unheimlichen Energieverlust.

Unsachgemäßer Umgang mit Silvesterböllern

Die Gebrauchsanweisung scheinen viele Nutzer von Silvesterraketen nicht mehr lesen zu wollen. Verletzungen an Augen und Innenohr oder Verbrennungen sind keine Seltenheit, aber auch Schwerverletzte werden durch unsachgemäßen Gebrauch immer wieder in die Kliniken eingeliefert. Absolut unverständlich sind die gemeldeten Attacken gegen Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr - Menschen, die für unsere Sicherheit sorgen und auf die eigene Party verzichten.

Immer mehr böllerfreie Zonen

In Städten wie Berlin, Düsseldorf, Bremen und München war die Böllerei in bestimmten Zonen verboten. Komplettes Feuerwerksverbot galt u. a. auf Sylt sowie in Göttingen, Goslar und Tübingen. In Bayern gab es vielerorts Böllerverbot, u. a. zum Schutz historischer Gebäude. Aber auch rund um Kirchen, Krankenhäuser, Altersheime und Tierparks galt dieses Verbot. Ein freiwilliger Böllerverzicht wurde in dem Luftkurort Ramsau eingeführt. Stattdessen soll das Geld für die Böller den Erdbebenopfern in Italien gespendet werden. In Straubing galt heuer ein Feuerwerksverbot in der Innenstadt.

Da die Knallerei zum Jahreswechsel immer mehr eskaliert, müssen immer mehr Verbote ausgesprochen werden. Vielen fehlt es einfach an Vernunft und Verstand - leider.

 

Quellen: Umweltbundesamt; Handelsdaten; Uni Bayreuth; NaBu

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Kommentare: 1
  • #1

    Karin Bekker (Samstag, 06 Januar 2018 17:26)

    https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.openpetition.de%2Fpetition%2Fonline%2Fverbot-des-privaten-silvesterfeuerwerk-deutschlandweit&h=ATMvfGuI1fpTUDA6Bm_-sm8Xd8AHOYT6UWXEWqtmZEGnNJtuO0rVA7a-6hP2ptDAOHunAq242_CUbYhUa5KXpn72HT6hXSutmXYA5sndNaU03xjc6fPT1AIT-BvCh2mPa7kK-2tSTxlToxn6Sy1hx3VqjE4ChwXSD0X9wOD76eP_X6cHKyFVrqdEsrcOdEe5a2UH3Sz_KEN1wXEvKeQws1ABAFB-nRdcVLNXQ0XR_2FJ2srtx_Ig6TRX1SpY_cRmH2o8rdhe3kb-bsWzP1_C3mMs6jO7ljshUqaLE2lSUE5M