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Schlachtverbot für trächtige Kühe und Schweine

Bundesweit gesetzliches Schlachtverbot für Rinder und Schweine im letzten Trächtigkeitsdrittel - dieses Gesetz tritt am 01.09.2017 hierzulande in Kraft. Nicht wirklich zufriedenstellend für Tierschützer, denn wie immer - keine Regel ohne Ausnahme.  Und diese Entscheidungsgewalt hat man den Tierärzten übertragen.

Schlachtverbot für trächtige Kühe und Schweine

Ist eine Kuh oder ein Schwein für den Bauern nach jahrelanger Ausbeutung nicht mehr lohnend, muss sie gehen - zum Schlachthof - auch wenn sie trächtig ist.

 

Bei der Betäubung und Schlachtung des Muttertieres wird das Ungeborene nicht automatisch mit betäubt und getötet, sondern es stirbt langsam durch Ersticken im Mutterleib, bis zu 20 Minuten ein qualvoller Todeskampf. Dabei wäre ein Kalb eines hochträchtigen Rindes lebensfähig.

Nun hat sich der Gesetzgeber endlich durchgerungen,  seit 01.09.2017 gilt "das Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere im letzten Trächtigkeitsdrittel". Eigentlich könnte man von einem Erfolg zum Schutz der Tiere sprechen, wären da nicht wieder diese Ausnahmen:

  • das Schlachtverbot gilt für Säugetiere, ausgenommen Schafe und Ziegen
  • das Schlachtverbot gilt nur für Tiere im letzten Trächtigkeitsdrittel
  • im Einzelfall dürfen Tierärzte eine Schlachtung wieder erlauben

Selbst die TVT (Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.) fordert ein tatsächliches Verbot der Schlachtung weiblicher Tiere in fortgeschrittener Trächtigkeit.

Für uns nur ein Tropfen auf den heißen Stein - die einzigste Möglichkeit den Tierqualen ein Ende zu setzen, ist der Verzicht auf tierische Produkte. Jeder Verbraucher sollte sich mit dem Wirtschaftswahn der Tierindustrie auseinanderssetzen, sich informieren und verstehen und es wird ein Leichtes sein, seine Essgewohnheiten zu ändern. Denn wie eine Bäuerin mir mal flüsterte "für die Mengen, die der Mensch an Fleisch, Milch und Käse konsumiert, kann kein Tier unter normalen Bedingungen wachsen und leben. Es wird gespritzt, gemästet und getötet - die Zeit der Namensgebung der Tiere ist schon längst vorbei und die Kuh auf der Weide ist heutzutage eine Ausnahme!"

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