Kompost - Abfallrecycling statt Müllgebühren

"Schwarzes Gold" nennen die Profigärtner den Kompost.  Aber nicht nur die Profigärtner -  jeder, der sein Biogemüse selbst anbauen möchte, profitiert von diesem Dünger und wird mit reichlichem Obst- und Gemüseertrag belohnt. Zudem belohnen die Gemeinden die private Kompostierung mit einer Entlastung der Müllgebühren.

Richtig kompostieren - Abfallrecycling statt Müllgebühren - fair4world

Je weniger Müll, desto geringer die Müllgebühren. Erkundige dich bei deiner Gemeinde über die Preise der verschiedenen Mülltonnengrößen. Zusätzlich wird Privatkompostierung rabattiert.

Richtig kompostieren

Optimal wäre, die unterste Schicht mit zerkleinertem Strauchschnitt zur besseren Belüftung zu füllen. Als zweite Schicht sollte das zu kompostierende Material, zerkleinert und abwechslungsreich folgen. So z. B. grob mit fein oder feucht mit trocken oder nährstoffreich mit nährstoffarm mischen. Je vielfältiger die Mischung, desto wertvoller der Kompost. Wichtig ist, dass du die Abfälle nicht verdichtest, Sauerstoffmangel führt zur Fäulnis - der Abfall zersetzt sich nicht richtig und ein übler Geruch verbreitet sich.

Stickstoffhaltige Dünger (z. B. Brennesseljauche) sowie Komposterde vom vergangenen Jahr, aber auch käufliche Kompoststarter eignen sich als Zusätze und beschleunigen den Rotteprozess.

Nach zwei bis drei Monaten sollte der Kompost umgesetzt bzw. umgeschaufelt werden. Nach sechs bis neun Monaten steht dir fertiger Kompost bester Qualität zur Düngung und Bodenverbesserung zur Verfügung.  Zur Düngung von Gemüsebeeten werden ca. 10 l Kompost/m² empfohlen.

Was darf in den Kompost?

  • Gemüse- und Obstabfälle (kein Schimmel)
  • Citrusschalen (in kleinen Mengen)
  • Tee- und Kaffeesatz sowie Filter
  • Schnittblumen
  • Stauden- und Strauchschnitt
  • verwelkte Topfpflanzen
  • Herbstlaub (in kleinen Mengen)
  • Stroh
  • Federn, Haare
  • Holzwolle
  • Sägemehl (unbehandelt)
  • Eierschalen (in kleinen Mengen)
  • Grasschnitt (in kleinen Mengen)
  1. Vorsicht bei Unkraut - dieses nur kompostieren, wenn noch keine Samenbildung stattfindet.
  2. Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke vor dem Kompostieren unbedingt gut eintrocknen lassen.
  • Küchenpapier und Papiertaschentücher

Was darf nicht in den Kompost?

  • Essensreste (Rattengefahr)
  • Fleisch, Fisch, Wurst
  • Knochen
  • Fett und fetthaltige Lebensmittel (z. B. Käse)
  • Leder
  • virusbefallene Pflanzen
  • Kleintierstreu (Seuchenhygiene)
  • Zigarettenkippen
  • Textilien
  • Kunststoffe
  • Staubsaugerbeutel und -inhalt
  • Holz- und Kohleasche
  • Zeitungen und Illustrierte
  • Windeln
  • Problemabfälle

8 Regeln für guten Kompostertrag

  • Nicht zu trocken - schattiger Standord wählen, Kleinstlebewesen benötigen feuchtes Milieu
  • Nicht zu nass - nie in einer Grube aufstellen und gut durchlüften
  • Nie auf fester Unterlage aufstellen - Bodenkontakt sollte sein, um z. B. Regenwürmern den Zugang zu ermöglichen
  • Zwiebelschalen, Schnittlauchreste, Kaffee- und Teesatz sind ideales Regenwurmfutter
  • Gut mischen - verhindert Fäulnis
  • Fertig aufgesetzten Haufen abdecken - födert die Wärmeentwicklung
  • Alle 2-3 Monate umsetzen
  • Evtl. Zusatzdüngen

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