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Palmöl - Gier mit verheerenden Folgen

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Westafrika. Mittlerweile wird sie in fast allen tropischen Gebieten der Welt angebaut. Derzeit größtes Erzeugerland ist Indonesien. Laut Greenpeace hat sich die Anbaufläche der letzten 20 Jahre fast verzehnfacht. Stündlich geht ein Regenwaldstück in einer Größenordnung ähnlich eines Fußballspielfeldes verloren. Die Abholzung des Regenwaldes beschleunigt nicht nur den Klimawandel, sondern bedroht den Lebensraum von Pflanzen und Tieren, insbesondere der Orang Utans, der Sumatra-Tiger und der Borneo Zwergelefanten. Sofern die Waldrodung nicht gestoppt wird, gehen Tierschützer davon aus, dass bis 2022 die letzten frei lebenden Orang Utans verschwunden sein werden.


Palmöl macht krank

Das Superfett aus den Tropen ist nicht nur billig, es macht auch krank. Prof. Michael Roden, Leiter des dt. Diabeteszentrum Düsseldorf warnt,  der extrem hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da fällt es einem schwer zu glauben, dass  Palmfett heutzutage in fast allen industriell verarbeiteten Lebensmitteln verwendet wird. Aber auch in Kosmetika, Reinigungsmitteln, Energie, Kerzen, ja sogar  in Biodiesel  findet es Verwendung. Die EU ist weltweit drittgrößter Konsument, allein  Deutschland verbraucht derzeit jährlich ca. 1,4 Mio. Tonnen, das sind durchschnittlich pro Kopf ca. 19kg jährlich an Palmfett - Tendenz steigend. Seit 2014 gibt es eine neue EU-Verordnung, die Lebensmittelhersteller verpflichtet anzugeben, welche Fette verwendet werden.

Mach den Palmöl-test

Mach doch einfach mal zuhause den Test und überprüfe alle deine Lebens- und Reinigungsmittel sowie Kosmetika. Wenn du dich bisher nicht mit der Problematik auseinander gesetzt hast, wirst du schockiert sein über die Vielfalt der Verwendung von Palmöl.

Die FONAP-Studie weist zusätzlich auf einen weiteren Marktsektor hin. Die Futtermittelbranche für Nutztiere steht mit einem jährlichen Verbrauch  von 140.000 Tonnen Palmöl bereits an dritter Stelle des Gesamtverbrauchs. Und entsprechend dem steigenden Fleischkonsum steigt der Palmölverbrauch. Ein Grund mehr auf tierische Produkte zu verzichten. Es gibt auch genügend Alternativen, generell auf Palmöl zu verzichten. Die Seite Umweltblick.de bietet einen umfassenden Einkaufsführer für Produkte ohne Palmöl.

2014 wurden weltweit rund 60 Mio Tonnen Palmöl auf einer Fläche von ca. 17 Mio Hektar produziert. Sofern die Größe dieser Plantagen weiterhin zunehmen, wird bald kein wilder Naturwald mehr vorhanden sein.

Update 10.10.2018

- 2017 wurden weltweit 69,28 Mio Tonnen Palmöl produziert.

- 2018 wurden weltweit 72,26 Mio Tonnen Palmöl

produziert.

2015 wüteten Waldbrände - oft handelt es sich hier um illegale Brandrodungen - zur Gewinnung neuer Plantagen. Umweltschützer sprachen von der größten Umweltkatastrophe des 21. Jahrhunderts.


Ca. 1,7 Mio Hektar Wald sind durch diese Brände vernichtet worden und mindestens 10 Menschen starben an den Folgen dieser Brandkatastrophe. Mittlerweile hat auch die Regierung begriffen zu handeln, doch Menschen zweifeln an dessen Handlungsfäigkeit.

Viele Plantagen befinden sich in den Händen schlechter Unternehmen, die weder vor Landraub zurückschrecken noch Rücksicht auf die katastrophalen Folgen der Bevölkerung nehmen. Die Umweltorganisation Greenpeace warnt bereits seit Jahren vor dem unkontrollierten Anbau und Ausbeuterei der Plantagen. Zwar gründete man 2004 den "Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO), doch seit Bestehen von mehr als 10 Jahren hat sich nicht viel getan. Der RSPO berücksichtigt laut seinen Kriterien keine Klimaschutzfaktoren, lässt Waldrodungen und den Einsatz von Pestiziden zu.


Viele Plantagen befinden sich in den Händen schlechter Unternehmen, die weder vor Landraub zurückschrecken noch Rücksicht auf die katastrophalen Folgen der Bevölkerung nehmen. Die Umweltorganisation Greenpeace warnt bereits seit Jahren vor dem unkontrollierten Anbau und Ausbeuterei der Plantagen. Zwar gründete man 2004 den "Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO), doch seit Bestehen von mehr als 10 Jahren hat sich nicht viel getan. Der RSPO berücksichtigt laut seinen Kriterien keine Klimaschutzfaktoren, lässt Waldrodungen und den Einsatz von Pestiziden zu.

Was können wir tun

  • meide alle verarbeitete Lebensmittel mit Palmöl
  • verzichte auf tierische Produkte
  • überprüfe die Inhalsstoffe von Kosmetika und Reinigungsmittel (da bisher noch keine Kennzeichnungspflicht besteht)

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Quellen:

Meo Carbon Solutions

Greenpeace

RSPO

Report NGO Friends of the Earth

statista.com

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