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Mit jedem Bissen Fleisch die Umwelt zerstören

"Monsanto", für viele von uns ein negativer Begriff - ein börsennotierter US-Konzern, der alljährlich Milliardengewinne mit Gift und Gentechnik scheffelt. Neben Herbiziden produziert das Unternehmen Saatgut und erhielt am 21.04.2015 absolut unerklärlich das Patent auf eine natürliche Pflanze - den Brokkoli.

Bauern, Gärtner, Verbraucher und Aktivisten in Deutschland und EU sind empört und besorgt. Aber ist das wirklich so?


Die Supermärkte sind vollgestopft mit Fleisch, Wurst und tierischen Produkten. Hendlwagen, Würstlbuden, Grillen im Garten und in jedem Festzelt. In Restaurants die Speisekarte hoch und runter mit Fleischgerichten. Und wenn man sich umhört, isst jeder nur Fleisch und Wurst in geringen Mengen und wenn überhaupt, dann selbstverständlich nur vom Biobauern vor Ort.

Wieso gibt es dann Massentierhaltung? Und wieso sind deutsche Firmen Großabnehmer von Monsantos "gentechnisch" veränderten Produkten?

Die EU importiert ca. 35 Millionen Tonnen Sojabohnen, davon werden allein in Deutschland etwa 5 Millionen Tonnen Sojaprodukte an unsere sogenannten Nutztiere verfüttert. Die hierfür benötigte Anbaufläche entspricht ca. 3 Millionen Hektar. 100% der argentinischen und 94% der brasilianischen Sojabohnen sind genmanipuliert - ein billiger Rohstoff, für deren Anbau riesige Flächen Regenwald gerodet werden, Menschen in den anliegenden Siedlungen durch die regelmäßig versprühten Gifte erkranken und Ökosysteme, Böden und Flüsse sowie das Trinkwasser verseucht werden. Für den Giganten ein riesiges Geschäft. Er verdient doppelt: er liefert das Saatgut und die Herbizide.

Mit jedem Bissen Fleisch Monsanto unterstützen! - fair4world

Seit Jahren kämpfen Tierschützer, Umweltaktivisten und Regenwaldschutzorganisationen gegen diesen Chemieriesen. Doch wie groß ist die Chance auf Erfolg, wenn Verbraucher die Herkunft ihrer Lebensmittel nicht hinterfragen? Interessiert sich der Verbraucher überhaupt für die Herkunft seiner Lebensmittel? Wir essen durchschnittlich 1 Kilogramm Fleisch und Wurst pro Woche - das ist mehr als doppelt soviel wie vor 100 Jahren. Tendenz steigend! Uns sollte bewusst sein, dass wir mit jedem Stück Fleisch auch einen gewissen Anteil an Gensoja konsumieren und somit Monsanto & Co. unterstützen.  Und jeder Einzelne sollte die Verantwortung für sein Essverhalten und die daraus enstehenden Konsequenzen tragen. Denn die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf den Tier- und Klimaschutz sowie auf unsere Gesundheit und der unserer Mitmenschen. Und es wäre verwerflich, an seinen bisherigen Essgewohnheiten festzuhalten und sich hier auf das Handeln der Regierung oder der Industrie zu verlassen!

Quellen: Umweltinstitut M

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