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"Die Milch macht's" - Kälber im Kinderknast!

Es ist ein trauriger Anblick, die Rufe der Mutterkuh nach ihrem Kalb.......

Ich befinde mich gerade auf einem Bauernhof - ich darf den Milchbauer bei seiner Arbeit begleiten. Ich möchte wissen, unter welchen Bedingungen unsere Milch produziert wird. Er hält ca. 40 Kühe, aufgeteilt in zwei Ställen. "In ein paar Tagen dürfen sie auf die Weide"- sagt er.


Das Tor geht auf, große Augen schauen mich traurig an. An Ketten gefesselt, 6 Monate im Jahr! Der Bauer, bester Laune betritt seinen Stall und stellt mir einige Kühe mit Namen vor und erklärt, wie gut es seinen Kühen ginge.

Das traurige Leben einer Milchkuh

Um den Hof herum besitzt dieser Bauer mehrere Hektar Wiesen und direkt am Stall hat er einen kleinen Laufstall bauen lassen. Dieser sei für die trächtigen Kühe kurz vor der Kalbung gedacht. Von Freilauf der Kühe keine Spur.

Die erste Kalbung findet in der Regel im Alter von 27 Monaten - nach neun Monaten Trächtigkeit statt. Danach jährlich, nachdem sich die Kuh einer künstlichen Befruchtung unterziehen lassen muss - hier interessiert lediglich der Milchumsatz und dieser floriert nur, sofern die Kühe fleißig kalben.


Das Wohlergehen der Kühe bleibt hier leider auf der Strecke. Nach der Geburt darf das Kalb 1-3 Tage, wenn überhaupt, bei der Mutter verweilen. Ohne Gnade entzieht der Bauer der Mutter das Kalb. Die Mutter schreit ganz fürchterlich ihrem Kalb hinterher - tagelang - doch es scheint niemand zu interessieren. Denn Zweck der Trennung ist das Vorbehalten der Muttermilch zum Verzehr der Menschen. Die Kälber hingegen werden ab diesem Zeitpunkt mit einem Ersatzprodukt, einem Gemisch aus Molkepulver gefüttert.

 

Während den weiblichen Kälbern eine Zukunft als Milchkuh bevorsteht, werden die männlichen Kälber zur Mast veräußert oder über Tage in den Süden transportiert - unter den schlimmsten Bedigungen.

 

Ein kurzes grausames Leben bis zur Endstation, dem Schlachthof. Bis zu diesem Zeitpunkt verweilen die kleinen süßen Kälber, getrennt von der Mutter, im Kinderknast.

Gibt es eine "Artgerechte" Rinderhaltung?

Derzeit werden hierzulande ca. 12,7 Mio Rinder gehalten, davon ca. 4,3 Mio als Milchkühe. Meistens werden die Milchkühe in sogenannten 'Liegeboxenlaufställen' gehalten, wobei einem Tier mit seinen ca. 750 kg Gewicht gerade mal 3,5-4 Quadratmeter Lauffläche zur Verfügung stehen. 27% der Tiere leben leider immer noch in Anbindehaltung, ein Leben ohne Bewegung - ein trauriges Dasein!

Die Milch macht's! - Kuh in Liegeboxenlaufstall - fair4world

Dabei sind Kühe intelligente und neugierige Tiere. Sie sind sozial und suchen ständigen Kontakt zu ihren Artgenossen. Das durchschnittliche Lebensalter beläuft sich natürlicherweise auf ca. 15-20 Jahre. Doch nachdem eine Milchkuh hierzulande nach ca. 5-6 Jahren ausgelaugt ist, landet sie auf dem Schlachthof - nicht selten trächtig!

 

Doch wozu das ganze Leid?

 

Milch und Milchprodukte haben einen hohen Cholesterin- und Fettgehalt, was sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Viele Menschen leiden an einer Laktoseintoleranz. Zudem werden den Milchkühen häufig Antibiotika verabreicht, das sich ebenfalls schädlich auf unseren Körper auswirkt. Also warum verzichten wir nicht einfach?

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Und wer auf Milch nicht verzichten will, es gibt mittlerweile so viele leckere Alternativen: Hafermilch, Mandelmilch, Kokosmilch, Sojamilch, Reismilch usw..

Wer auf seinen Käse und Joghurt nicht verzichten möchte, auch hier bietet der Markt zahlreiche Alternativen.

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