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Hundekot auf Wiesen und Weiden

Wir leben auf dem Land - Wiesen, Weiden und Wälder reichen bis vor die Haustür. Ein Paradies für Hunde und deren Besitzer, wären da nicht immer die massiven Angriffe von den Bauern, wenn dein Hund sein Geschäft in der Natur verrichtet.

 

Gestärkt von Gemeindeblättern und falsch recherchierten Medien wird der Hundeliebhaber dazu genötigt, das Geschäft seines Hundes in der Plastiktüte nach Hause zu schleppen, während der Kot von Katzen, Pferden, Schafen und nicht zu vergessen, die massenhaft ausgefahrene Gülle der Bauern  niemanden zu stören scheint.

Hundekot auf Wiesen und Weiden - Traveldog -fair4world

Hauptproblem für diese Streitereien ist ein Parasit namens "Neospora caninum". Laut unzureichend informierter Landwirte soll dieser Parasit ein Risiko für deren Rinder darstellen. Das bleibt unbestritten. Doch wird weiterhin behauptet, dass unsere Hunde Träger dieser Parasiten sind und somit das Futter (Gras) für die Rinder verseuchen. Und diese Behauptung können wir so nicht stehen lassen.

Laut der Bundestierärztekammer e.V.  (BTK) wird der Hund zwar als End- und Zwischenwirt dieses Parasiten beschrieben. Als Zwischenwirte dienen aber auch Rinder, Schafe, Ziegen und Huftiere. Weiterhin heißt es, Hunde infizieren sich meistens durch Aufnahme von infizierten Abortmaterial, hauptsächlich vom Rind oder von rohem, erregerhaltigen Rindfleisch.

 

Also liebe Hundefreunde, wenn Ihr eure Hunde schützen wollt, Finger weg von Rindfleisch, insbesondere vom Barfen.

 

Und was unsere Bauern betrifft: "Wenn wir der Bundestierärztekammer Glauben schenken, laufen eure eigenen Hofhunde Gefahr, sich mit diesen Parasiten auf eurem eigenen Hof durch nicht ordnungsgemäß entsorgten Föten und Plazentas zu infizieren. Weiterhin ist inzwischen die Übertragung von Kuh auf Kalb während der Trächtigkeit bewiesen. Kühe und Kälber, die an diesem Parasiten erkranken und schwere Schädigungen davon tragen, leiden meist an einem geschwächten Immunsystem. Dieses ist hauptsächlich bedingt durch nicht artgerechte Haltung!"

 

Aktuelle Studien belegen sogar, dass der Hund als Überträger via Kontamination von Weiden und Futter praktisch keine Rolle spielt!


Quellen: Bundestierärztekammer (ESCCAP), Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere für epidemiologische Diagnostik, Dr. Heinz Sager Universität Bern


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