Richtige Hundeführung bei mehreren Hunden!

Einen Hund sicher und kontrolliert zu führen, setzt eine enge Bindung zwischen Hundehalter/in und Hund voraus sowie eine konsequente Erziehung.  Alles schön und gut, doch wie funktioniert diese Disziplin bei mehreren Hunden?  Wir haben einige Meinungen von Experten zusammengefasst und getestet.

Hundeerziehung bei mehreren Hunden - fair4world

Welcher Mehrhundehalter/in kennt das nicht, zuhause ein funktionierendes Zusammenleben in Harmonie, doch beim Gassigehen wird es mehr als chaotisch. Keine Strategie in der Leinenführung und trotz aller Kommandos, macht jeder was er will. Richtig lustig wird es, wenn ein weiterer Hund der Gruppe entgegenkommt - das kann schon mal in Stress ausarten.


Wie verhalte mich nun richtig?


Tipp Nr. 1: Sei selbst der souveräne Rudelführer!

Alles, was du über Einzelhundführung gelernt und erfahren hast, kann in einer Gruppe zu einem echten Problem werden.  Bist du als Hundeführer beim Gassigehen unsicher, gestresst oder sogar wütend und brüllst ständig deine Kommandos heraus - nutzt alles garnichts, denn Hunden kann man nichts vormachen. Sie sprüren deine Unsicherheit, selbst Stimmungsschwankungen deiner Person übertragen sich auf deine Hunde - sie werden unsicher. Bei mehreren Hunden herrscht immer Gruppendynamik, sie bestimmen ihren Rudelführer und möchtest du diese Rolle übernehmen, ist ein absolutes authentisches und sicheres Verhalten deiner Person Grundvoraussetzung. Du musst in der Lage sein,  Verantwortung zu übernehmen!

Tipp Nr. 2: Setze auf klare Kommandos und Zeichen!

Hunde brauchen Sicherheit, um sich wohlzufühlen. Sie müssen wissen, an wem sie sich orientieren können. Daher solltest du klare Zeichen setzen und klare Kommandos geben, am besten durch Körpersprache ( die du vorab mit den Hunden trainiert hast ). Das Rufen von Namen oder Kommandos kann die Hunde in einem Rudel leicht irritieren und zu einem Durcheinander führen.

Tipp Nr. 3: Zeige deinen Hunden Grenzen auf!

Je größer die Hundegruppe, desto größer ist deine Bedeutung in dieser Gruppe. Prüfe daher genau die Rudelstellungen, wie Alter, Geschlecht, wer bindet oder wer bringt Unruhe in die Gruppe. Hierzu gehört auch eine gewisse Einschränkung des unendlichen Bewegungsspielraumes - setz' den Hunden klare Grenzen und du kannst entspannt Gassigehen - auch im Rudel!

Tipp Nr. 4: Bleib stabil beim Zusammentreffen mit anderen Hunden!

Doch jetzt triffst du mit deiner Meute auf einen weiteren Hund - was tun?  Bleib stabil und selbstsicher - deine Hunde müssen spüren, dass der entgegenkommende Hund dich nicht interessiert und keine Gefahr darstellt. Passiere mit ruhiger Leinenführung und ohne Unterbrechung und deine Hunde folgen dir - ohne Zerren und Gebell!

Genau das war mein größtes Problem, ich habe es getestet:

Jedes gemeinsame Gassigehen - eine Tortur bei der Begegnung mit anderen Hunden. Zerren, Gebell und Gebrüll auf beiden Seiten. Das ging teilweise sogar soweit, dass ich auf die Schnauze fiel wegen Kraftverlust. Resultat - Angst vor jeder weiteren Begnung mit fremden Hunden. Ein fataler Fehler, denn die Hunde spüren dies, werden unsicher und orientierungslos. Keine Chance mehr für mich! Also gab es nur eins, ich musste meine Angst überwinden - gleiche Route, gleiche Hunde, täglich! Fühlt sich zu Beginn nicht gut an, dennoch funktioniert es und zwar auf beiden Seiten. Und je öfter du diese Erfahrung sammelst, desto souveräner wird deine Führung!

Hundeerziehung bei mehreren Hunden - Strand - fairani

Und ehrlich - kommst du mit einem Hund nicht klar, bitte leg dir keinen weiteren Hund zu, du tust dir und deinem Hund nichts Gutes!

Quelle: Günther Bloch und Mirko Tomasini


Das könnte dich auch interessieren!

Tipps zur richtigen Hundehaltung
Tipps zur richtigen Hundehaltung
Hund bei Hitze im Auto eingesperrt - was tun?
Hund bei Hitze im Auto eingesperrt - was tun?
Hundekot auf Wiesen und Weiden
Hundekot auf Wiesen und Weiden


Kommentar schreiben

Kommentare: 0