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Hund bei Hitze im Auto eingesperrt - Was tun?

Hunde mögen ihr Frauchen oder Herrchen auf all ihren Wegen begleiten und die meisten lieben sogar das Autofahren - doch Vorsicht bei der Hitze! Auf keinen Fall den Hund alleine im Auto lassen - auch nicht für einen kurzen Moment! Bereits bei 20°C Außentemperatur können sich die Temperaturen im Auto bis auf 46°C aufheizen. Auch  im Schatten,  denn wie uns allen bekannt, kann das Fahrzeug durch die Veränderung der Sonnenposition in kürzester Zeit wieder der Sonne ausgesetzt sein.


Doch jedes Jahr das gleiche Drama; das Wetterbarometer zeigt sommerliche Temperaturen an und immer wieder gibt es die "sogenannten Tierliebhaber", die ihre Liebsten hirnlos im Auto zurücklassen.  Also was tun, wenn wir einen Hund in solch einer Situation retten wollen. Dürfen wir die Autoscheibe einschlagen?

Unterlassene Hilfeleistung

Sofern sich ein Kind oder Säugling in einer solchen Notsituation befindet, sind wir laut deutschem Recht sogar dazu verpflichtet zu handeln, sonst machen wir uns wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar (§323c Strafgesetzbuch StGB).

Und wie schaut es mit unseren Vierbeinern aus?

Auch unsere Hunde und andere Tiere dürfen wir in einer akuten Notsituation retten. Damit wir durch das Zerschlagen einer Scheibe nicht belangt werden können, ist es wichtig, ein paar Regeln zu beachten § 303 StGB:

  • Wenn möglich zuerst den Kfz Besitzer ausfindig machen, wenn dies in kurzer Zeit nicht möglich, dann
  • Polizei informieren.
  • Befindet sich der Hund bzw. das Tier in einer konkreten Gesundheits- oder Lebensgefahr, dann sofort handeln (auch wenn die Polizei noch nicht vor Ort ist).
  • Den Schaden so gering wie möglich halten, z. B. ein kleines Seitenfenster einschlagen und Hilfeleistung (Hund mit Wasser versorgen, Tierarzt bzw. Tierklinik kontaktieren) erbringen.
  • Da man sein Handeln beweisen muss, Fotos fertigen, wenn möglich Passanten als Zeugen beirufen, hier: Personalien der Zeugen notieren.

Strafrechtlich ist es uns nach § 34 StGB erlaubt, eine Gefahr auf  Tiere abzuwehren und zivilrechtlich handeln wir nach § 228 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nicht widerrechtlich, sofern wir im Notfall eine Sache zur Abwehr der Gefahr beschädigen.

Was hat der Hundehalter zu erwarten?

Der Hundehalter hingegen hat sich strafbar gemacht und muss mit einem Strafverfahren wegen Tierquälerei rechnen (§17 Tierschutzgesetz TierSchG)

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