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Nahrhafte Hülsenfrüchte für eine nachhaltige Zukunft!

Das Jahr 2016 wurde von den Vereinten Nationen (FAO) zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Damit soll uns Menschen wieder die Notwendigkeit einer beswussten Ernährung sowie die Bedeutung zum Umwelt- und Klimaschutz näher gebracht werden. 

Hülsenfrüchte gehören zur Familie der Leguminosae. Sie zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und gelten in vielen Ländern als Grundnahrungsmittel.


Sie sind äußerst gesund und sollten so oft wie möglich auf deinem Speiseplan stehen. Feinschmecker schätzen ihre Sorten- und Zubereitungsvielfalt - Sportlern dienen sie als wertvoller Ballaststoff- und Eiweißlieferant - für Vegetarier und Veganer sind sie praktisch unverzichtbar.

Mit einer jährlichen Weltproduktion von ca. 150 Mio. Tonnen gehören die Hülsenfrüchte zur weltweit wichtigsten Nahrungsquelle, insbesondere in Regionen wie Nordafrika, Lateinamerika und Asien. In unseren Regionen wurden Hülsenfrüchte eher in geringen Mengen konsumiert, doch nun feiern sie endlich ihr Comeback.

Anbau von Hülsenfrüchten wirkt sich positiv auf unsere Umwelt aus!

Die besondere Bedeutung der Hülsenfrüchtler liegt in der Fähigkeit, mit den weit verbreiteten, im Boden befindlichen Knöllchenbakterien (Rhizobien) eine Symbiose einzugehen. Dadurch entsteht eine stickstoffbindende Eigenschaft, die zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit beiträgt und  sich positiv auf die Umwelt auswirkt. Ein verstärkter Anbau würde wesentlich zum Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Außerdem bieten blühende Leguminosen eine ausgezeichnete Nahrungsgrundlage für Nektar sammelnde Insekten.

Hülsenfrüchte - ein wichtiger Nährstofflieferant!

Wie kein anderes Nahrungsmittel versorgen uns Hülsenfrüchte mit wertvollem Eiweiß, wichtigen Mineral- und Ballaststoffen sowie B-Vitaminen. Und wir sprechen hier von einem Eiweißgehalt von durchschnittlich 20-25 Prozent, das ist doppelt soviel Protein wie Getreide und mehr als  die gleiche Menge Fleisch enthält.  In der Kombination mit Getreide (z.B. Vollkornnudeln, Vollkornreis, Vollkornbrot) kann der Körper die Proteine besonders gut nutzen. Zudem regen Hülsenfrüchte die Darmtätigkeit an und vermeiden somit einen erhöhten Cholesterinspiegel; sie sind für Diabetiker geeignet, können Übergewicht, Herzerkrankungen und Krebs vorbeugen, sind fettarm und haben einen hohen Sättigungswert. Es wird Ihnen zwar nachgesagt, Blähungen zu verursachen, dennoch - wir verzehren Hülsenfrüchte mittlerweile fast täglich und wir merken nichts davon. Unsere Empfehlung daher: den Körper langsam an größere Portionen gewöhnen.

Umso schwerer ist es zu glauben, dass die Bundesbürger derzeit von diesem gesunden und relativ günstigen Nahrungsmittel gerade mal jährlich 1,2 kg pro Kopf verzehren. Die allgemeine Wertschätzung dieser Nahrungsmittel ist hierzulande leider eher gering. Wer Sport treibt und die Gesundheit seines Körpers in den Fokus stellt, sollte auf Hülsenfrüchte nicht verzichten - besser noch, der sollte stattdessen auf Fleisch verzichten.

Hinweis: Hüsenfrüchte solltest du nicht roh essen - sie enthalten natürliche Giftstoffe, die Unverträglichkeiten auslösen können. Daher immer vor dem Verzehr garen und mit Ausnahme von Linsen über Nacht einweichen. Rezepte und Anleitungen zum Verzehr findest du hier:

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Quellen: Dt. Gesellschaft für die Vereinten Nationen,

Dt. Gesellschaft für Ernährung


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