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Das Ende der Eisbären ?

Kennt ihr noch die Geschichte von "Knut" dem kleinen Eisbären im Berliner Zoo? Als dieser Publikumsliebling 2011 verstarb, kullerten die Tränen weltweit. Warum weint die Welt nicht um die Eisbären in der Arktis, die zunehmend an Hunger leiden und vom Aussterben bedroht sind? Der Klimawandel zerstört zunehmend ihre Heimat und somit deren Nahrungsgrundlage.

Ende der Eisbären? - Eisbärfamilie Nordpol - fair4world

Lebensgrundlage der Eisbären

Eisbären besiedeln fast den gesamten arktischen Raum. Während dem langen Winter und Frühling leben sie auf dem Packeis oder den Eisschollen, dort können sie Robben durch deren Atemlöcher im Eis jagen und sich ein gutes Fettpolster für den Sommer anfuttern. Im Sommer ziehen sie sich dann an die südlichen Ränder des Treibeises zurück, doch zunehmend stranden die Eisbären auf das Festland, sie können dem schnellen Rückgang des Eises nicht mehr folgen.

Steigende Temperaturen lassen das Eis immer schneller schmelzen, die Tiere können ihrer natürlichen Nahrungsaufnahme nicht mehr nachkommen  und müssen immer längere Hungerphasen bewältigen. Zudem müssen sie immer weitere Strecken zurück legen, das schwächt sie zusätzlich.

Immer weniger Eisbärbabys

Bedingt durch die langen Hungerphasen, verlieren auch die Eisbären immer mehr an Größe und Gewicht. Nach Angaben des WWF beträgt der durchschnittliche Gewichtsverlust bei einem Eisbärweibchen seit 1980 ca. 20% und die durchschnittliche Körpergröße hat sich um ca. 10% verringert. Durch die geringere Körpermasse bringen die Weibchen entsprechend weniger Babys zur Welt. Die befruchtete Eizelle befruchtet sich bei einem ausgehungerten Weibchen nicht mehr,  ein natürlicher Schutz gegen den vorzeitigen Abbruch einer Trächtigkeit.

Wieviele Eisbären gibt es noch?

Studien zufolge soll es derzeit nur noch 20.000 bis 25.000 Eisbären geben, deren Lebensbedrohungen drastig steigen. Schätzungsweise  könnten bis 2050 weitere zwei Drittel der Eisbären ausgestorben sein.

Wie können wir den Lebensraum retten?

Trotz aller Diskussionen über den Klimawandel ist eins Fakt - wir zerstören systematisch unseren Planeten und hinterfragen nichts mehr. Rund um die Uhr und weltweit verbraten wir unsere Ressourcen. In jeder Sekunde irgendwo auf unserer Erde brennen Millionen von Lichter, Fernsehgeräte, Computer; in den Fabriken laufen die Maschinen und die Fließbänder und es raucht aus Unmengen von Kraftwerken. Deutschland ist mitunter größter CO² Emittent der Welt und unsere Politik hat es immer noch nicht verstanden, die dreckigsten Kraftwerkblöcke abzuschalten. Aber auch die Globalisierung mit zunehmenden Frachttransporten per Schiff und Lkw  und nicht zu vergessen, das Abholzen der Wälder und die industrialisierte Landwirtschaft.

Der Fortschritt der Industrialisierung und Globalisierung bedeutet ein Rückschritt für unsere Erde und somit unserer aller Heimat. Darüber sollten wir nachdenken und handeln!

Und was unsere Eisbären betrifft  -  bereits vor drei Monaten berichtete "theguardian" über eine Testfahrt eines russischen Tankers durch die Arktis, die ohne Eisbrecher-Eskorte erfolgte. Über diese Abkürzung sei das Schiff ca. 30% schneller gewesen als über die herkömmliche Route durch den Suezkanal. Nicht auszudenken, welche Pläne die Reedereien nun anstreben!

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